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Über nationale Lizenzen: DFG geförderte Lizenzen für elektronische Medien

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Pilotprojekt „Nationallizenzen für laufende Zeitschriften“ (NLZ, 2008-2010)

Sonderfördermaßnahme Aggregatordatenbanken und „Knowledge Exchange“

 

Pilotprojekt „Nationallizenzen für laufende Zeitschriften“ (NLZ, 2008-2010)

Mittelfristig erschien es unerlässlich, allen Hochschulen und Forschungseinrichtungen auch den Zugriff auf die aktuellen Jahrgänge wissenschaftlicher elektronischer Zeitschriften zu ermöglichen. Dafür sprechen in erster Linie die gravierenden  Vorteile des elektronischen Mediums aus Nutzersicht, aber auch Kostenvorteile durch mögliche Einsparungen von Stellflächen in Bibliotheken und die Reduktion des Fernleihverkehrs. Der Erwerb von Nationallizenzen im Kontext des überregionalen Literaturversorgungssystems der DFG bot die Chance, diese Entwicklung, komplementär zu der Arbeit existierender regionaler Konsortien (vgl. GASCO) gezielt voran zu treiben . Zudem hoffte man, durch die nationale Lizenzierung elektronischer Zeitschriften das Preis – Leistungsverhältnis zu optimieren.

Vor diesem Hintergrund wurden seit Mitte 2006 Modellüberlegungen bezüglich der nationalen Lizenzierung laufender elektronischer Zeitschriften unter finanzieller Beteiligung der DFG angestellt. Für die Jahre 2008 bis 2010 wurde die Umsetzung dieser Überlegungen im Rahmen des DFG-geförderten Pilotprojektes „Nationallizenzen für laufende Zeitschriften“ (NLZ) erprobt.

Angeboten wurden nationale Opt-In-Konsortien auf Basis eines in den meisten Fällen bestandsorientierten Lizenzmodells zu ausgewählten Zeitschriftenpaketen mittelgroßer Verlage (American Institute of Physics (AIP), Annual Reviews, British Medical Journals Publishing Group, de Gruyter, Karger, Oxford University Press, Institute of Physics (IOP), Royal Society of Chemistry (RSC), Sage). Die Finanzierung erfolgte also nicht mehr komplett durch die DFG, sondern anteilig durch die Konsortialteilnehmer (Verpflichtung zur Weiterführung der lokalen Abonnements) und durch die DFG (Aufpreis für den Zugang zum elektronischen Gesamtpaket). Das Angebot richtete sich an alle zur Nutzung  von Nationallizenzen berechtigten Einrichtungen. Während der Zugang zu den laufenden Jahrgängen diesem Modell folgend nur den jeweiligen Konsortialteilnehmern vorbehalten blieb, konnten die lizenzierten Inhalte über eine sogenannte Moving Wall von in der Regel einem Jahr flächendeckend im Sinne einer klassischen Nationallizenz bereitgestellt werden.

Für drei weitere Zeitschriftenpakete (China Academic Journals, Kluwer Law Journals, Torrossa  Periodici) mit inhaltlich sehr speziellem Zuschnitt konnten im Rahmen des Projektes  Abschlüsse mit Komplettförderung durch die DFG zur flächendeckenden Bereitstellung im Sinne einer klassischen Nationallizenz getätigt werden.

Für die Verhandlung und Verwaltung der Nationalkonsortien im DFG-geförderten NLZ-Pilotprojekt zeichneten fünf der verhandlungsführenden Einrichtungen im Nationallizenz-Kontext verantwortlich (BSB, SBB, SUB, TIB, UBF).

Das DFG-geförderte Pilotprojekt NLZ wurden von der AG Nationallizenzen für laufende Zeitschriften  begleitet, der neben der DFG als Förderinstitution auch die betroffenen verhandlungsführenden Einrichtungen sowie ein Vertreter der GASCO angehörte.

 


Weitere Perspektiven der überregionalen Literaturversorgung mit digitaler Information: Sonderfördermaßnahme Aggregatordatenbanken und „Knowledge Exchange“

Immer wieder wurde seitens der Bibliotheken der Wunsch geäußert, die Zeitschriftenkollektionen von JSTOR als Nationallizenz verfügbar zu machen, was jedoch den Erwerbungsgrundsätzen für die Nationallizenzen widersprach, da JSTOR als Aggregator nicht die Rechte an den bereitgestellten Zeitschriften besitzt und daher die Daten nicht verkaufen kann.

Um dennoch auf die Wünsche der Bibliotheken reagieren zu können, ermöglichte die DFG 2008 durch eine Sonderfördermaßnahme für Aggregatordatenbanken die Bereitstellung der JSTOR-Collections über ein DFG-gefördertes nationales Konsortium (Vertragslaufzeit 2009-2013). In diesem Rahmen konnte auch für den Zeitraum 2009-2018 die Datenbank Integrum lizenziert werden. Daneben wurden – ebenfalls unterstützt mit Fördermitteln der DFG - im Rahmen von „Knowledge Exchange“ für ausgewählte Produkte multinationale Rahmenverträge abgeschlossen (Vertragslaufzeit: 2009-2011), die für den Lizenzzeitraum teilweise voll und teilweise anteilig durch die DFG finanziert wurden.

Die Aktivitäten wurden von sechs Bibliotheken aus dem Kreis der verhandlungsführenden Einrichtungen im Nationallizenz-Kontext getragen (BSB, TIB, SBB, SUB, TIB, UBF, ZBW).